Yoga und Mindmanagement im Paierl – ein Erfahrungsbericht von Astrid Kutrzeba

Yoga und Mindmanagement im Paierl mit Eva-Maria: Zwischen Mindmanagement und Muskelkater

Ein Erfahrungsbericht von Astrid Kutrzeba

„Herbst ist, es weht der Wind, die Blätter fallen, hol den Drachen geschwind …“, trällere ich fröhlich, um das unruhige Baby zu unterhalten, während wir die letzten Meter im Auto durch Bad Waltersdorf zum Hotel Paierl fahren. Eigentlich sollte ich „hol die Matte geschwind“ singen, denn es geht in den Yoga-Urlaub. Mann und Baby im Gepäck, stehen mir vier Tage voll wohltuender Bewegung, innerer Einkehr und natürlich Wellness bevor. Die Vorfreude ist groß. Meine Erwartungen nicht minder.

————–

Yoga-Tage bei meiner unbekannten Bekannten

Denn Eva-Maria eilt ihr Ruf voraus. Auf Facebook, Instagram & Co. folge ich ihr schon seit längerem. Ich kenne ihre Yogareise-Abenteuer aus Blogartikeln, ihre sanfte Stimme ist mir aus Videos vertraut. Kein Wunder, dass meine Standardantwort auf die Frage, bei wem ich den Kurs besuchen werde, lautet: „Bei Eva-Maria, einer Bekannten“.

Der Witz daran: Wir kennen uns tatsächlich gar nicht. Wir sind einander noch nie persönlich begegnet, sondern nur im Netzwerk einer gemeinsamen Freundin in den sozialen Medien. Aber der Draht ist da, da bin ich mir jetzt schon sicher. Das sind sie, die Freuden des digitalen Zeitalters!

Ayurveda-Hotel in steirischem Gewand

Selbige Freundin hat mir auch das Wellness- & Ayurvedahotel PAIERL****S empfohlen. Sie selbst ist dort seit Jahren Stammgast. Während eines Aufenthalts hat sie Eva-Maria und ihr Yoga-Training kennengelernt. Ich weiß: Wenn sie etwas empfiehlt, dann hält das, was sie verspricht.

Außerdem hat sie mich darauf hingewiesen, dass man als „Quereinsteigerin“ in die schon laufende Yoga-Woche beim Wellness- & Ayurvedahotel PAIERL ebenso willkommen ist, wie als mit Partner oder Familie reisende Yogini. Umso besser, denn ich erfülle beides: Ich stoße erst mittwochs dazu und wir drei werden herzlich empfangen.

Das Hotel selbst wirkt auf den ersten Blick nicht „ayurvedisch“. Auch nicht auf den zweiten. 😉 Die Ausrichtung darauf ist nur beim Wellnessangebot und auf der Speisekarte ersichtlich. Eine künstlich geschaffene „Positionierung“ in der mit Hotels gut bestückten Thermenregion also? Eher ein Ayurveda-Hotel in steirischem Gewand, würde ich sagen. Denn egal ob klassische Massage oder traditionell ayurvedische Ölzeremonie, ob Käferbohnen mit Kernöl oder exotisch Gewürztes – das Gesamtpaket überzeugt!

Mamadasein: Wenn die Yogapraxis zu kurz kommt

Donnerstag Früh, kurz vor 7:30 Uhr, betrete ich zum ersten Mal den Gymnastikraum des Hotels. Es ist angenehm warm, die Matten liegen ringsum im Kreis, ebenso gefaltete Handtücher. In der Mitte flackert eine Kerze. Eva-Maria hat alles liebevoll für uns vorbereitet. Ich suche mir meinen Platz aus, strecke mich auf der Matte aus und schon geht es los.

Seit der Geburt im Frühjahr habe ich nicht mehr regelmäßig Yoga gemacht. Nur wenige Male ist es mir gelungen, in den Alltag mit Baby ein paar Übungen zu integrieren. Dabei hätten es meine Rücken- und Beckenbodenmuskeln bitter nötig. Zwei Mal täglich steht hier nun Yoga auf dem Programm, morgens und nachmittags. Eine Meditationseinheit am Abend würde den Tag abrunden. Letztere lasse ich zugunsten des gemütlichen Abendessens mit meinem Liebsten aber aus.

Den morgendlichen Einstieg gestaltet Eva-Maria mühelos, mediationsähnlich. Wir sind aufgefordert hinzuspüren, „was gerade dran ist“, sprich: welches Thema aufpoppt. Mit ruhiger Stimme leitet sie uns an. Gerade richtig zu dieser frühen Stunde. Umso mehr, als meine Nächte noch von häufigen Stillunterbrechungen geprägt und daher gefühlsmäßig kurz sind.

Dennoch bin ich kein bisschen müde. Im Gegenteil, ich bin motiviert wie selten. So wie ich weiß, dass mein Baby gut versorgt ist bei ihrem Papa, so fühle ich mich bei Eva-Maria. Dementsprechend lasse ich mich auch voll Eifer auf die gute Stunde an herausfordernden Bewegungsabfolgen ein. Obwohl Eva-Maria nach dem Motto „alles kann, nichts muss“ anleitet, will ich nichts auslassen, es mir nicht leicht machen. Wie mein Körper mitspielen wird bei dem intensiven Programm?

Muskelkater und Mindmanagement

Tatsächlich spüre ich schon am nächsten Tag meine Schultern, so als hätte ich nächtens das Bett stemmen müssen. Ich habe einen Muskelkater unerwarteten Ausmaßes! Dafür sind Bauch und Beckenboden erfreulich fest und stabil. Ich fühle mich auch wirklich sehr „in meiner Mitte“. Wenn da die Aufgaben zum Thema Mindmanagement nicht wären, mit denen uns Eva-Maria jeden Morgen versorgt.

Persönliche Werte definieren, überlegen, was mich antreibt, die eigene Grabrede verfassen …  Ich kenne diese Übungen aus dem beruflichen Kontext meines Mannes – er ist Trainer unter anderem für Persönlichkeitsentwicklung – und habe sie alle schon einmal gemacht. Mit den Gedanken und Emotionen, die jetzt dabei hochkommen, habe ich aber nicht gerechnet. Mir wird auf einmal bewusst, was ich die letzten Wochen und Monate am meisten vernachlässigt habe: Mich selber.

Achtsamkeit: Ich fange bei mir an

Als Mutter tendiert man wahrscheinlich von Natur aus dazu, sich hintanzustellen. Vor lauter Glück und Liebe überhört man den knurrenden Magen, übersieht die tiefer werdenden Augenringe und vergisst, dass die eigenen Akkus auch regelmäßig aufgeladen werden wollen.

Doch wer leer ist, hat nichts zu geben. Daher heißt es achtsam sein und die eigenen Bedürfnisse erkennen und befriedigen.

Vier Tage voll yogischer Verrenkungen – körperlicher und geistiger Natur – später, ziehe ich mein Fazit: Als Mama bin ich in erster Linie nicht (nur) für mein Baby, sondern dafür verantwortlich, auf mich selbst gut zu achten. Niemand sonst tut es und keiner kann mir das abnehmen.

Dank Eva-Maria fahre ich erfrischt und erfüllt nach Hause. Und mit dem guten Gefühl, dass mein Geist zum Glück so flexibel ist, wie es mein Körper vermutlich nie werden wird. Aber ein Anfang ist auf jeden Fall gemacht. Wie heißt es schließlich so schön? Free your mind and the rest will follow.

 

Mag.a Astrid Kutrzeba

Studierte Juristin, betreibt gemeinsam mit ihrem Mann Marcus Kutrzeba die 2008 gegründete Firma K-PUNKT Training für unternehmensinterne sowie öffentliche Workshops zu Verkauf, Persönlichkeitsentwicklung und Verhaltensoptimierung in der Praxis. Im K-PUNKT Blog schreibt sie über Einstellung, Erfolg, Motivation, Persönlichkeit, Kommunikation und vieles mehr. Damit bringt sie die Trainingsinhalte ihres Mannes auf den sprichwörtlichen (K-)Punkt. Aktuell in Karenz und immer in Work-Wife-Balance. 🙂

https://www.k-punkt.eu

 


 

Die nächsten Yoga und Mindmanagement Wochen im Wellness und Ayurvedahotel Paierl in Bad Waltersdorf mit Eva-Maria Flucher

 

Frühling 2018  – 08. April – 15. April 2018 

Herbst 2018 – 23. September – 30. September 2018

 


Diese Beiträge könnten auch spannend für dich sein:

7 gute Gründe für Yogatage im Paierl mit Eva-Maria Flucher – Ein Erfahrungsbericht von Sigrid Neureiter 

YOGA beim Paierl in der Steiermark – Ein Erfahrungsbericht von Huberta Weigl